Ausbildung Rettungsdienst

Werdegang bei der Walser Rettung

Da die Walser Rettung eng mit dem BRK verflochten ist, werden die Mitglieder größtenteils nach deutschen Richtlinien ausgebildet.

Es wird dabei streng darauf geachtet, dass auch die Anforderungen des österreichischen Sanitätsgesetzes erfüllt werden.

Die Besatzung des Rettungswagen, kurz auch RTW genannt, hat mindestens folgende Qualifikation:

  • Einsatzfahrer:
    Rettungsdiensthelfer (D) oder Rettungssanitäter (A)
  • Verantwortlicher Beifahrer:
    Rettungssanitäter (D) oder Notfallsanitäter (A)

Was bedeutet das und wie funktioniert die Ausbildung bei der Walser Rettung?
Ein vollständig absolvierter Erste-Hilfe-Grundkurs ist die Basis zu allen weiteren Kursen.

Werdegang in Deutschland

Sanitäter: 80 Stunden

Bei der Walser Rettung beginnt die Ausbildung mit der Qualifikation zum Sanitäter. Hierzu werden 2 Kurse à 40 Stunden besucht. Früher San A + San B.

Sanitäter stehen vor allem für den Bereich der Veranstaltungsdienste zur Verfügung.

Rettungsdiensthelfer (RDH): 160 Stunden

Wer möchte, kann den sehr anspruchsvollen „Fachlehrgang Rettungsdienst“ belegen. Dieser dauert 160 Stunden und in der Ausbildung werden die Grundlagen der Notfallmedizin und Techniken der Rettung schwer verletzter oder erkrankter Personen erlernt.

Die Komplexität der Materie verlangt den Teilnehmer viel zusätzliches Eigenstudium ab. Er wird in Wochenendblöcken auf ein halbes Jahr verteilt. Hat man hier mit Erfolg teilgenommen ist man Rettungsdiensthelfer.

Rettungsdiensthelfer, welche sich in der Praxis als Praktikant bewiesen haben, werden als Einsatzfahrer eingesetzt. Die Hürde zum Rettungssanitäter ist nicht mehr hoch.

Rettungssanitäter (RS): 520 Stunden

Rettungsdiensthelfer, die in 160 Stunden dokumentierter Praxiserfahrung eine gewisse Anzahl an internistischen und traumatologischen Einsätzen absolviert haben, können die Weiterbildung zum Rettungssanitäter machen.

Dazu geht es 160 Stunden in die Klinik. Hier werden in je 40 Stunden die Notaufnahme, Intensivstation, Anästhesie und eine Station nach Wahl durchlaufen. Dabei wird Theoretisches Wissen intensiviert und notwendige Praktische Fertigkeiten gelernt.

Danach geht es 40 Stunden zur Prüfungsvorbereitung und Abschlussprüfung in die Schule. Wer hier den schriftlichen, mündlichen, als auch den praktischen Teil mit Erfolg bestanden hat, ist Rettungssanitäter. Rettungssanitäter werden bei der Walser Rettung als Verantwortlicher Beifahrer und First Responder eingesetzt.

Notfallsanitäter (NotSan D): 3 Jahre

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter ist gesetzlich geregelt und stellt eine vollwertige Berufsausbildung dar. Sie löst seit dem Jahr 2014 die Ausbildung und das Berufsbild des Rettungsassistenten ab.

Regelausbildungszeit: 3 Jahre

1920 Stunden theoretische und praktische Ausbildung an einer staatlich anerkannten Berufsfachschule

1960 Stunden Ausbildung an einer Lehrrettungswache mit vorgeschriebenen Praktikantenschichten und eigens zugeteiltem Praxisanleiter

720 Stunden Praktikum in einem geeigneten Krankenhaus

Rettungsassistenten können sich durch einen Ergänzungslehrgang mit anschließender Prüfung noch bis zum 31.12.2020 zum Notfallsanitäter weiterqualifizieren. Je nach Berufserfahrung sind dafür Ergänzungslehrgänge von 80, 480 beziehungsweise 960 Stunden zu besuchen.

Der Notfallsanitäter stellt derzeit die höchste Ausbildung im deutschen Rettungsdienst dar.

Zivildiener

Zivildiener werden nach dem österreichischen Sanitätsgesetz ausgebildet.

Werdegang in Österreich

Rettungssanitäter (RS): 295 Stunden

135 Stunden Theorieunterricht
160 Stunden Praxisunterricht
kommissionelle Abschlussprüfung

Notfallsanitäter (NFS): 640 Stunden

Berufs- oder Tätigkeitsberechtigung als Rettungssanitäter
160 Stunden Einsatz im Rettungs- und Krankentransportdienst Erfolgreich absolvierter Eingangstest

160 Stunden Theorieunterricht
280 Stunden Praktikum auf einem Notarztwagen
40 Stunden Krankenhauspraktikum

kommissionelle Abschlussprüfung

Notfallsanitäter mit Notfallkompetenzen (NK):

Notfallsanitäter mit den Notfallkompetenzen dürfen Notfallmedikamente verabreichen. Wichtig für den weiteren Verlauf der Patientenversorgung ist das besonders dann, wenn der Notarzt noch länger bis zum Eintreffen am Notfallort benötigt. Die Ausbildung zu den Notfallkompetenzen Arzneimittelkunde (NKA) und Venenpunktion (NKV) erfolgt in Theorie und Praxis im Krankenhaus und stellt die derzeit höchste Ausbildung im Vorarlberger Rettungsdienst für Sanitäter dar.

Was macht der Rettungsdienst?

Weitere Infos unter: http://www.brk.de/was-wir-tun/rettungsdienst