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EU-Förderung für Walser Rettung und Rotes Kreuz Oberstdorf

„Grenzüberschreitende einheitliche Patientenversorgung“ heißt ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt aus dem Programm Interreg Bayern-Österreich. Dies hat die grenzüber-schreitende Zusammenarbeit und Reduktion von grenzbezogenen Barriere Wirkungen zum Ziel.

In Riezlern/Kleinwalsertal und in Oberstdorf befindet sich jeweils eine Rettungswache. Den Sicherstellungsauftrag für Oberstdorf hat das BRK, den für das Walsertal das ÖRK. Für beide Länder gibt es abweichende fachliche Ausbildungen, eigene Rettungsdienstgesetze mit unterschiedlich geregelten Kompetenzen und ärztlichen Strukturen. Aufgrund der geographischen Gegebenheiten helfen sich beide Systeme jedoch häufig gegenseitig aus. Dann arbeiten deutsche Sanitäter mit österreichischen Notärzten und Kollegen -und umgekehrt- zusammen.

Um dies zu optimieren und vorhandene Unterschiede in Handlungs- und Vorgehensweisen zu synchronisieren, werden rund 70 Retter und Notärzte nach internationalen Standards in den Bereichen Verletzungen (ITLS), Erkrankungen (ERC) und Intensivtransporten (DIVI) geschult. Die hierfür notwendigen Lehrgänge müssen normalerweise im Schulungszentrum in Augsburg besucht werden. Im Rahmen des Projekts können die Teilnehmer diese ausnahmsweise in Wochenendkursen vor Ort in Oberstdorf absolvieren. Jeder Kurs wird mit schriftlicher und mündlicher Prüfung abgeschlossen. Die DIVI-Ausbildung kann jedoch nur in Baden-Baden stattfinden.

Die ersten 3 von rund 10 Kursen konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Alle drei Gruppen haben mit Bravour bestanden!

ITLS Advanced Kurs am 11./12. Juni 2011
ITLS Basic Kurs am 18./19. Juni 2011
ITLS Basic Kurs am 29./30. Oktober 2011

Das Projekt läuft über 2 ⅓ Jahre und hat ein Volumen von rund 165.000 Euro. Dies ist eine große Chance und Gewinn für die Region. Ohne die 60 %ige Förderung für Ausbildung und Material wäre dies nie möglich gewesen. Zur Bestreitung des Eigenanteils greifen uns das BRK Oberallgäu und unser neuer Förderverein „Walser für Walser“ kräftig unter die Arme. Insbesondere für die ehren-amtlichen Kollegen ist die zeitintensive Fortbildung jedoch eine Herausforderung und Belastung.

Der Patient ist hierbei der große Gewinner. So soll die Behandlung noch effizienter und vor allem schneller und zielgerichteter werden. Deshalb sind wir gerne bereit zusätzlich Freizeit hierfür zu investieren, so die Ausbildungsleiter von Oberstdorf und Kleinwalsertal. Wir dürfen allen Teilnehmern zum super Erfolg recht herzlich gratulieren.