Jahreshauptversammlung am 17.1.2014

Am Freitag, den 17. Januar war es wieder so weit. Die Walser Rettung lud zur Jahreshauptversammlung in die Auenhütte ein.
 
Die zahlreich erschienenen Gäste wurden vom stellvertretenden Bereitschaftsleiter Erich Pühringer begrüßt. Zügig begann er mit dem Rückblick auf das vergangene Jahr.
2013 rückte die Walser Rettung zu 1166 Einsätzen aus. Die einsatzstärksten Monate waren wieder im Winter zu verzeichnen. Mit 82 Notfällen und 305 Notarzteinsätzen wurde abermals deutlich, wie oft die zeitnahe medizinische Versorgung im Breitachtal benötigt wird. [CUT]
Als eine inzwischen unverzichtbare Stütze hat sich auch 2013 der Zivildienst erwiesen. Von den 'Zivis' wurden 342 Schichten - das entspricht knapp 24% - der Dienste übernommen. Vorallem tagsüber eine absolute Entlastung. Mit 574 Schichten stemmten die ehrenamtlichen Mitglieder allerdings weiterhin den Großteil der geleisteten Bereitschaften.
Zu den erbrachten Diensten forderten 51 Einsätze die freiwilligen Kräfte der Bereichtschaft. Diese werden angefordert, wenn der reguläre Rettungswagen bereits unterwegs ist und ein Notfall- bzw. Notarzteinsatz ansteht. Weitere 3 Einsätze forderten die First-Responder, welche dann zum Einsatz kommen, wenn sogar der Bereitschaftsrettungswagen nicht verfügbar ist.
Im Bereich der Ausbildung wurde von Dr. Haiko Kinzel ein abwechslungsreicher Ausbildungsplan zusammengestellt. Verschiedene medizinische Themen wurden behandelt und es wurde auch die Zusammenarbeit mit der Bergrettung und der Feuerwehr beübt.

Durch die 'Arbeitsgruppe Ehrenamt' wurde im vergangenen Jahr wieder ein Jugendrotkreuz ins Leben gerufen. Stolze 6 Nachwuchssanitäter zählt die junge Truppe bereits. Von diversen Ausbildungen bis hin zum Besuch beim Notarzthubschrauber C8 in Nenzing wurde berichtet.

Der Bereitschaftsleiter der Rettungswache Oberstdorf, Anton Kappeler, berichtet vom abgeschlossenen Projekt INTERREG in dessen Rahmen 20 Sanitäter der Walser Rettung an einem europaweit anerkannten Kindernotfallkurs (EPLS) teilnahmen. Bereits 2011+2012 konnte die Ausbildung im Bereich Traumaversorgung und internistischer Notfälle absolviert werden. Kappeler dankte für die großzügig bereitgestellten Gelder seitens der EU sowie des Kreiverbandes Oberallgäu, ohne die diese Intensivausbildung nicht zu stemmen gewesen wäre. Insgesamt dauerte das Projekt über 3 Jahre.

Nachdem der Kassabericht durch Kassier Albi Kainz vorgetragen und die Richtigkeit durch die Kassenprüfer Valentin Eder und Dominik Schuster bestätigt wurde, übergab Kainz offiziell diese Aufgabe in die Hände von Martina Matt. Kainz bekleidete diese Funktion seit der Gründung 1995.

Erfreulicherweise konnten auch im vergangenen Jahr wieder einige Neumitglieder gefunden werden. So wurden Lisa-Marie Winkel, Julia Rupprecht, Bernhard Herz, Johanna Herz und Martin Ott willkommen geheißen.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter, welche mit einem Umfang von 200 Stunden Theorie, 160 Stunden Praktikum im Krankenhaus sowie 160 Stunden auf einer Lehrrettungswache  sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, wurde von Michael Hajek, Thomas Österle und Marc Riezler mit Erfolg absolviert.

Drei Mitglieder wurden für ihr jahrelanges Engagement geehrt. Bereitschaftsleiter Julian Ernst durfte Martina Matt, Jessica Schneider sowie Mathias Fritz die Urkunde für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft überreichen.

von links nach rechts: Julian Ernst, Martina Matt, Jessica Schneider, Michael Hajek, Mathias Fritz, Thomas Österle, Erich Pühringer, Marc Riezler
Thomas Slobodnink und Julian Ernst

Mit ganz besonderem Stolz wurde seitens der Arbeitsgruppe Ehrenamt einem sehr verdienten Mitglied die Ehre erwiesen. Thomas Slobodnink - Ausbilder für Erste Hilfe, angehende Sanitäter, Pistenrettung, Führerscheinkurs usw. - erhielt für seine außerordentlichen Verdienste die silberne Ehrennadel des Bayrischen Roten Kreuzes.
Bürgermeister Andi Haid überbrachte die Grußworte seitens der Gemeinde. Er unterstrich die Wichtigkeit und das hohe Ansehen des Rettungsdienstes in der Bevölkerung und bestätigte die finanzielle Unterstützung der Kommune, um für ordentliche Bedingungen, die nötige Sicherheit und Ausstattung zu sorgen.
Als Vertreter der Polizeiinspektion Kleinwalsertal ließ es sich Postenkommandant Hans-Jörg Stadelmann nicht nehmen, den Dank der gesamten Belegschaft zu überbringen. Er dankte einerseits für die immer sehr professionell abgewickelten Einsätze sowie für das offene Ohr, wenn die Beamten bspw. ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen möchten.
Dr. Elmar Lingg sowie Dr. Andreas Grote dankten stellvertretend für die Walser Ärzteschaft.
Die letzten Worte der Ehrengäste ergriff Marcus Fritz, stelltvertretender Kommandant der Feuerwehr Riezlern. Er unterstrich die immer besser werdende Aufstellung der Walser Rettung. Die Qualität ist hervorragend. Die Zusammenarbeit funktioniert tadellos, wie einige gemeinsame Einsätze in der Vergangenheit bewiesen haben. Fritz gratulierte den Verantwortlichen zum Schritt, wieder eine eigene Jugendgruppe zu betreiben. Die eigene Erfahrung hat gezeigt, dass der Großteil des Nachwuchses so zu bekommen ist.
Erich Pühringer beendete im Anschluß den offiziellen Teil des Abend und lud die Anwesenden zum gemeinsamen Hock und Essen ein.