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„Walser Rettung“ mit mehr als 1.100 Einsätzen

Im vergangenen Jahr brachte es das Rettungspersonal auf 20.340 Stunden – 42 Prozent davon ehrenamtlich

Beide RTW´s der Walser Rettung + Notarzt an der ZNA Immenstadt

 

Laut Statistik war die Walser Rettung im Jahr 2011 genau 1.107 Mal zu Einsätzen unterwegs. Nur 2008 musste man seit Bestehen der Rettungswache im Kleinwalsertal (1995) öfters ausrücken. Insgesamt wurden die Rettungskräfte im vergangenen Jahr zu 275 Notarzteinsätzen gerufen, 149 Mal war die Hilfe bei Notfällen gefragt und 626 Mal leistete man Dienst bei Krankentransporten.  Alle haupt- und ehrenamtlichen Kräfte der Walser Rettung erbrachten nicht weniger als 20.340 Stunden für den Rettungsdienst. Dabei wurden 42 Prozent von ehrenamtlichen, 36 Prozent von hauptamtlichen Rettungskräften und 22 Prozent von Zivildienern bewältigt. 14 Rettungsdiensthelfer, 9 Rettungssanitäter, 6 Rettungsassistenten und 4 Ärzte sind für den Stützpunkt des Bayerischen Roten Kreuzes auf österreichischem Boden tätig. Allesamt sind die Einsatzkräfte qualitativ bestens ausgebildet, zeitaufwändige Fortbildungen gehören zur Tagesordnung. Das alles wäre nicht möglich,  „ohne die überaus starke ehrenamtliche Leistung“. Der große Einsatz zeigt sich auch bei den vielen Sanitätsdiensten, die 2011 geleistet wurden: Bei Sportveranstaltungen ebenso wie bei diversen Festen. Mittlerweile sind die Walser Retter auch im benachbarten Oberstdorf im Einsatz, wenn es etwa um das Skifliegen oder die Vier Schanzen Tournee geht.

 

Umzug in neuen Stützpunkt

 

Neben dem Rettungsalltag stand im vergangenen Jahr der Umzug in die neue Rettungswache in Riezlern im Mittelpunkt. In zahllosen ehrenamtlich geleisteten Stunden legten die Retter Tag und Nacht mit Hand an, um dem neuen Stützpunkt in der verlassenen ARAL-Tankstelle das passende Innenleben zu verpassen. Mitte 2011 zog man ein und beendete damit das über Jahre stets präsente Platzproblem. Jetzt verfügt man im Sinne einer qualitativ hochwertig ausgebildeten Rettungsmannschaft über einen modernen Schulungsraum, aber auch über eine bestens ausgerüstete Einsatzzentrale sowie Unterkünfte und notwendige Funktionsräume. „Wir haben jetzt eine moderne Rettungswache“, richtete Bereitschaftsleiter Julian Ernst den Dank an den Kreisverband Oberallgäu und vor allem an die Gemeinde Mittelberg für die Unterstützung bei den kostenintensiven Umbaumaßnahmen. Die fertig gestellte Rettungswache ist nun auf dem neuersten Stand der Technik und wurde auch räumlich den Anforderungen der fleißigen Mannschaft gerecht. Als „enorm wichtig“ stufen wir die nun von der Größe her passende Rettungsautogarage ein. Darin steht nun der neu angeschaffte Rettungswagen. Auch der Vorgänger dieses neuen Fahrzeuges, konnte durch die großzügigen Zuwendungen von nur drei Institutionen angeschafft werden und ist im neuen Rettungsstützpunkt ebenfalls garagiert. Gerade in Spitzenzeiten „ist das Tal damit notfallmedizinisch bestens versorgt“. Mit diesem Rettungsauto konnten zusätzlich 57 Notfalleinsätze abgehandelt werden und nicht weniger als  200 Stunden ehrenamtliche Leistung zusätzlich erbracht werden. 33.793 Kilometer war man 2011 im Rettungsauto unterwegs. Neu war 2011 auch der Internetauftritt des BRK Stützpunktes im Kleinwalsertal. Damit will man mehr Öffentlichkeitsarbeit leisten und „die Allgemeinheit so gut als möglich informieren“. Etwa auch über den Seniorennotruf  oder den Zweck der First Responder-Einsätze bei Nichtverfügbarkeit der im Einsatz befindlichen Rettungsautos.  Die Gründung des Rettungsfördervereins hatte bereits zur Folge, dass notwendige Anschaffungen für die zeitaufwändige Ausbildung getätigt werden konnten. Ziel des Vereins sei es, „finanzielle Mittel aus dem Tal zu lukrieren“, die zu „100 Prozent“ der Walser Rettung zu Gute kommen.

 

 

Ehrungen

 

In Sachen Personal gibt es bei der Walser Rettung in der Vorstandschaft eine Veränderung. Der seit Gründung der Rettungswache als stellvertretender Bereitschaftsleiter tätige Thomas Slobodnink legte sein Amt zurück. Sein Nachfolger ist Elmar Müller. Ehrungen für 15 Jahre Dienst beim bayerischen Roten Kreuz erhielten Haiko Kinzel und Thomas Fritz. Für die Kreisverbandbereitschaftsleitung überbrachte Erich Pühringer die Glückwünsche. Der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, Alexander Schwägerl, gab sich hoch zufrieden damit, dass „viele Projekte im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen werden konnten“. Er attestierte den Walser Rettern „unheimlich tolle Leistungen“ erbracht zu haben.

 

 

Jahresrückblick bei der Walser Rettung (von links): Erich Pühringer (Kreisverband-Bereitschaftsleitung), Haiko Kinzel (15 Jahre beim BRK), Thomas Fritz (15 Jahre beim BRK), Elmar Müller (neuer stellvertretender Bereitschaftsleiter), Thomas Slobodnink (nach 15 Jahren vom Amt des stellvertretenden Bereitschaftsleiter zurückgetreten), Alexander Schwägerl (Kreisgeschäftsführer BRK Oberallgäu) und Bereitschaftsleiter Julian Ernst.